Chromatischen Mundharmonika

Die Besonderheit von Chromatischen Mundharmonikas ist, dass es durch einen Schieber möglich ist, alle Halbtöne der westlichen Musik zu spielen. Dadurch können alle Musikstile gespielt werden. Wie andere obligate Blasinstrumente auch, wird die Chromatische Mundharmonika eintönig gespielt, hierfür können zwei unterschiedliche Spieltechniken angewandt werden. Eine der beiden Techniken ist mit dem gespitzten Pfeifmund, ähnlich wie die Mundbewegungen beim Pfeiffen eines Liedes werden die Ober- und Unterlippen so einander geschoben, dass das dazwischenliegende Loch durch wenig Atemluft nur einen Tonkanal bedienen kann. Bei der anderen Spieltechnik handelt es sich um das tongue-blocking, welche die weitaus beliebtere Variante ist und viel öfter zum Einsatz kommt. Hier muss der Benutzer seine Zunge auf das Mundstück der Mundharmoniker legen, damit bleiben mehrere Tonkanäle dauerhaft abgedeckt. Hierdurch wird im rechten Mundwinkel eine Kannzelle offengelassen, welche zur Erzeugung des Melodietones verwendet werden kann.

Beide Spieltechniken sind nicht einfach zu erlernen, vor allem die Arbeit mit der Zunge ist am Anfang gewöhnungsbedürftig, doch hier gilt Übung macht den Meister. Bei der Chromatischen Mundharmonika ermöglichen die Kannzellen 1-4 und 5-8 eine vollständige Tonleiter in C-Dur, diese kann sich bei gedrückt gehaltenem Tonschieber in eine C#Dur-Tonleiter verwandeln. In einer Kannzelle befinden sich abgedichtete Stimmfedern, welche durch verschiedenartiges Bedienen tiefe bis hohe Töne erzeugen. Eine der bekanntesten Chromatischen Mundharmonikas ist die Hohner Super 64

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